3. Buch der Zakah
173. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās
Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte zu Muʿāḏ b. Ǧabal, als er ihn in den Jemen schickte: „Du gehst zu Leuten der Schrift. Wenn du bei ihnen ankommst, dann rufe sie zum Bekenntnis auf, dass es nichts Anbetungswürdiges außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Wenn sie dir darin gehorchen, dann richte ihnen aus, dass Allah ihnen täglich fünf Gebete auferlegt hat. Wenn sie dir darin gehorchen, dann richte ihnen aus, dass Allah ihnen ein Almosen auferlegt hat, das von ihren Reichen genommen und ihren Armen gegeben wird. Wenn sie dir darin gehorchen, dann hüte dich vor ihrem wertvollsten Besitz! Und nimm dich vor den Bittgebeten des Unterdrückten in Acht, denn zwischen ihm und Allah ist kein Schleier!”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 173
174. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī
Von Abū Saʿīd al-Ḫudrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Bei weniger als fünf Unzen (Silber) ist kein Almosen zu entrichten. Bei weniger als fünf Kamelen ist kein Almosen zu entrichten. Bei weniger als fünf awsuq ist kein Almosen zu entrichten.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 174
175. Von: Leer
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Der Muslim ist nicht verpflichtet, Almosen für seinen Diener oder Pferd abzugeben.” In einer Überlieferung heißt es: „Außer die Zakat des Fastenbrechens für den Diener.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 175
176. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Man wird für das Vieh, den Brunnen und die Mine nicht zur Rechenschaft gezogen und ein Fünftel des vergrabenen Schatzes muss gezahlt werden.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 176
177. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, ʿUmar, möge Allah mit ihm zufrieden sein, losschickte, um Almosen einzutreiben. Jemand meinte, dass Ibn Ǧamīl, Ḫālid b. al-Walīd und al-ʿAbbās, der Onkel des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sich weigerten. Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Worüber grollt Ibn Ǧamīl, er war schließlich einmal arm und Allah bescherte ihm von Seiner Huld Reichtum? Ḫālid hingegen, dem tut ihr Ḫālid Unrecht an. Er hat seine Rüstungen und Waffen auf Allahs Weg gespendet. Und bei al-ʿAbbās bin ich derjenige, der die Zakat zahlt.” Dann sagte er: „ʿUmar! Weißt du nicht, dass der Onkel eines Mannes so ist, wie sein Vater?”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 177
178. Von: ʿAbdullāh b. Zayd b. ʿĀṣim al-Anṣārī
Von ʿAbdullāh b. Zaid b. ʿĀṣim al-Māzinī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Nachdem Allah dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in der Schlacht von Ḥunain Beute bescherte, verteilte er die Kriegsbeute unter den Leuten und diejenigen, deren Herzen er gewinnen wollte. Und so gab er den Anṣār nichts davon. Dies schien sie zu verletzen, da sie nicht das erhielten, was die anderen bekamen. Also wandte er sich an sie und sagte: ‚O ihr Anṣār, habe ich euch nicht abgeirrt vorgefunden und hat Allah euch nicht durch mich rechtgeleitet? Wart ihr nicht gespalten und hat Allah euch nicht durch mich vereint? Wart ihr nicht arm und hat Allah euch nicht durch mich reich gemacht?' Jedes Mal, wenn er etwas fragte, antworteten sie mit: ‚Die Gunst Allahs und Seines Gesandten sind mehr.' Er sagte: ‚Was hält euch davon ab, den Gesandten Allahs zu antworten?' Jedes Mal, wenn er etwas sagte, antworteten sie mit: ‚Die Gunst Allahs und seines Gesandten sind mehr.' Er sagte: ‚Wenn ihr wolltet, hättet ihr sagen können: »Du hast uns dieses und jenes gebracht.« Seid ihr denn nicht zufrieden damit, dass die Leute mit Schafen und Kamelen nach Hause kehren, ihr jedoch mit dem Propheten, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, nach Hause kehrt? Gäbe es nicht die Auswanderung, wäre ich einer der Anṣār. Würden die Menschen ein Tal oder einen Passweg überqueren, ginge ich durch das Tal oder den Passweg der Anṣār. Die Anṣār sind Leibwäsche und die Leute ein Überwurf. Ihr werdet nach mir viel Egoismus erleben, seid also standhaft, bis ihr mich (am Tag der Auferstehung) an der Tränke trefft.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 178
1. Unterkapitel: Die Zakat des Fastenbrechens
179. Von: Leer
Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, verpflichtete jeden, ob Mann oder Frau, frei oder unfrei, jung oder alt, die Zakat nach dem Fastenbrechen - oder Ramadan. Sie ist ein ṣāʿ Datteln oder Gerste.“ Er fügte hinzu: „Die Menschen sahen einen halben ṣāʿ Weizen als gleichwertig für Jung und Alt an.“ In einer Überlieferung steht: „Sie muss entrichtet werden, bevor die Menschen zum (Fest-)Gebet gehen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 179
180. Von: Leer
Von Abū Saʿīd al-Ḫudrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Zur Zeit des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, gaben wir üblicherweise einen ṣāʿ Getreide, Datteln, Gerste, Trockenjoghurt oder Rosinen als Zakat für das Fastenbrechen. Als indes Muʿāwiya an die Macht kam und wir Zugang zu Dinkel hatten, sagte er: „Ich bin der Meinung, dass ein mudd davon (vom Dinkel) zwei mudd (anderen Getreides) entspricht.” Abū Saʿīd sagte: „Ich hingegen werde nach wie vor dasselbe Maß wie zur Zeit des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, spenden.“
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 180