Al-Buḫārī — Hadis 346

7. Unterkapitel: Wenn jemand im Zustand großer ritueller Unreinheit befürchtet zu erkranken, zu sterben oder Durst zu leiden, darf er tayammum machen

Man sagt, ʿAmr ibn al-ʿĀṣ sei in einer kalten Nacht im Zustand großer ritueller Unreinheit gewesen, habe tayammum vollzogen und den Vers „und tötet euch nicht selbst, Allah ist wahrhaftig barmherzig mit euch!“ (an-Nisā 4:29) rezitiert. Als man dies dem Propheten ‎ﷺ erzählte, tadelte er ihn nicht.




346. Von: Šaqīq b. Salama

Es lehrte uns ʿUmar ibn Ḥafṣ, er sagte: Es lehrte uns mein Vater, er sagte: Es lehrte uns al-ʾAʿmaš, er sagte: Ich hörte Šaqīq ibn Salama: „Einst war ich bei ʿAbdullāh und ʾAbū Mūsā, als ʾAbū Mūsā zu ihm sagte: ‚Was meinst du, ʾAbū ʿAbdirraḥmān, wenn jemand im Zustand großer ritueller Unreinheit ist, aber kein Wasser findet?' ʾAbū Mūsā fragte: ‚Was macht man mit der Aussage ʿAmmārs, als der Prophet ﷺ damals zu ihm sagte: »Es hätte dir genügt«?' Er erwiderte: ‚Hast du nicht bemerkt, dass ʿUmar nicht davon überzeugt war?' Darauf entgegnete ʾAbū Mūsā: ‚Gut, dann lassen wir einmal ʿAmmārs Worte, aber was machst du mit diesem Vers?' Da wusste ʿAbdullāh nichts mehr zu sagen. Dann meinte er: ‚Würden wir ihnen das erlauben, käme es bald soweit, dass manch einem das Wasser zu kalt wird, er es stehen lässt und tayammum macht.' Da sagte ich zu Šaqīq: ‚Hat ʿAbdullāh es nur deswegen missbilligt?' Er antwortete mit einem Ja.“

Referenz: Al-Buḫārī 346

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